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Neuroplastizität und Meditation: Joe Dispenzas Ansichten zur Kraft des Geistes

Joe Dispenza, Chiropraktiker, Biochemiker mit zahlreichen Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Zellbiologie, Neurologie und Neurophysiologie und spiritueller Lehrer: In zahlreichen Seminaren, Vorträgen und seinen Büchern bringt er uns näher, wie gezielte Meditations- und Affirmationstechniken die Gehirnstruktur beeinflussen und durch gezielte Methoden plastisch umgeformt werden können. Um das nachzuvollziehen, ist zunächst ein Verständnis davon, was Neuroplastizität ist, eine wichtige Grundlage. Das Konzept der Neuroplastizität beinhaltet die Möglichkeit, durch bewusste und durch aktive Gedankensteuerung, durch Affirmationen und Visualisierungen, aber ganz besonders effektiv durch Meditation die Gehirnstruktur kontinuierlich zu verändern und durch die Bildung neuer synaptischer Verbindungen neu zu organisieren.


Inhaltsverzeichnis


Darstellung eines Gehinrns mit Analytischem Denken auf der einen Seite und kreativem Denken auf der anderen Seite
Quelle: Canva

Grundlagen des Konzeptes der Neuroplastizität


Als Neuroplastizität wird die natürliche Fähigkeit unseres Gehirns bezeichnet, neuronale Verbindungen zu verändern. Diese strukturelle und funktionelle Anpassungsfähigkeit des Gehirns spielt eine entscheidende Rolle in Lernprozessen, Gedächtnisbildung und sogar in der Erholung nach Gehirnverletzungen.


Auf neurobiologischer Ebene bedeutet Neuroplastizität, dass Neuronen, die Nervenzellen des Gehirns, ihre Verbindungen – die sogenannten Synapsen – verändern können. Durch Erfahrungen, aktives Lernen oder gezieltes Training können neue synaptische Verbindungen entstehen, bestehende gestärkt oder aber auch abgebaut werden. Diese dynamische Reorganisation ermöglicht es unserem Gehirn, sich kontinuierlich an neue Informationen, Umgebungen und Herausforderungen anzupassen.


Nicht nur physisches Training beeinflusst unser Gehirn, sondern auch mentale Aktivitäten. Studien haben gezeigt, dass vor allem regelmäßige Meditation zu sichtbaren Veränderungen in bestimmten Gehirnregionen führen kann. So kann regelmäßiges Meditieren die Dichte der grauen Substanz in Bereichen erhöhen, die mit Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und der Regulation von Emotionen in Verbindung stehen.


Ebenso wichtig ist der Aspekt der emotionalen Neuroplastizität. Unsere Emotionen und Gedanken haben einen direkten Einfluss auf die neuronale Struktur unseres Gehirns. Die bewusste Regulation bzw. das bewusste Kreieren positiver Gedanken und die damit in Verbindung stehenden positiven Emotionen können zur Stärkung bestimmter neuronaler Pfade beitragen, die in uns das Potenziel zu einer grundsätzlich zuversichtlicheren, resilienten und positiven Sichtweise, aber auch Gestaltungskraft und Selbstwirksamkeit anlegen können.


Die Erforschung der Neuroplastizität hat weitreichende Implikationen. Sie zeigt uns nicht nur, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter formbar bleibt, sondern bietet auch Hoffnung in der Behandlung von neurologischen Erkrankungen. Durch das Verständnis davon, wie das Gehirn lernt und sich verändert, können gezieltere Therapieansätze entwickelt werden, um beispielsweise nach Schlaganfällen oder bei neurodegenerativen Erkrankungen die Regeneration zu unterstützen.


Joe Dispenzas Sicht auf Neuroplastizität


Hier sei ein Auszug aus einem Interview mit Joe Dispenza wiedergegeben, in dem er sich zu der Frage äußert, was er unter Neuroplastizität versteht:

“Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen oder eine neue Erfahrung machen, entstehen im Gehirn neue synaptische Verbindungen und neue neuronale Netzwerke – und zwar in jedem Alter. Wenn wir so auf neue Art neue Netzwerke nutzen, bringen wir die Gehirnzellen dazu, in neuen Sequenzen zu feuern. Aus neurologischer Sicht bedeutet das, dass wie durch die Gedanken, die wir denken, die Informationen, die wir lernen, die Ereignisse, die wir erfahren, die Reaktionen, die wir durchleben, die Gefühle, die wir erzeugen, die Erinnerungen, die wir abrufen und selbst die Träume, die wir pflegen, in jedem Augenblick anders sind. All diese Dinge verändern die Art, wie das Gehirn arbeitet, und erzeugen neue Geisteszustände, die in unserem Gehirn gespeichert werden.

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Neuroplastizität ist eine universelle, genetisch verankerte Fähigkeit des Menschen. Sie ist Ausdruck unseres Privilegs, aus Erfahrungen zu lernen und unser Verhalten, unser Denken und unsere Persönlichkeit so anzupassen, dass die Ergebnisse mehr unseren Wünschen entsprechen. Einfach intellektuell neue Informationen zu lernen reicht nicht; wir müssen anwenden, was wir lernen, um damit zu neuen Erfahrungen kommen. Wenn wir unsere Gehirne nicht synaptisch umschalten könnten, wären wir nicht fähig, aus unseren Erfahrungen zu lernen und unser Verhalten zu ändern. Ohne Veränderung würden wir uns nicht weiterentwickeln und wären hilflos unserer genetischen Veranlagung ausgeliefert. Wie neuroplastisch unser Gehirn ist, hängt von unserer Fähigkeit ab, unsere Wahrnehmung der Welt um uns herum zu ändern, unser Denken zu verändern, uns selbst zu verändern.


Mentales Üben ermöglicht uns, unser Gehirn zu verändern – eine neue Ebene des Denkens zu erschaffen, ohne irgendetwas anderes zu tun als zu denken. Es bedeutet, mental uns selbst zu sehen und zu erfahren, wie wir eine selbst gewählte Fertigkeit, einen Seinszustand oder eine innere Haltung ausüben. Durch mentales Üben können wir die hochentwickelten Eigenschaften unseres Stirnlappens nutzen, um etwas in unserem Leben signifikant zu verändern.


Etliche Studien haben bewiesen, dass das Gehirn nicht zwischen innerer, gedachter Erfahrung und äusserlich erlebter Erfahrung unterscheiden kann. In einem Experiment wurden zwei Gruppen von Menschen, die nicht Klavier spielen konnten, Klavierübungen für eine Hand beigebracht. Sie sollten fünf Tage lang jeden Tag zwei Stunden lang üben, mit dem bedeutenden Unterschied, dass die eine Gruppe diese Übungen körperlich ausführte und die andere nur mental, ohne die Finger zu bewegen. Am Ende der fünf Tage zeigte sich, dass beide Gruppen die gleiche Menge neuer neuronaler Verbindungen hatte. Wie ist das möglich? In diesem Experiment haben die funktionalen Hirn-Scans gezeigt, dass die Versuchspersonen, die mental geübt haben, so konzentriert waren, dass ihr Gehirn keinen Unterschied zwischen innerer und äusserer Welt wahrnahm. Sie aktivierten ihr Gehirn also genauso wie jene, die tatsächlich Klavier gespielt haben. Die neuronalen Verbindungen haben sich an genau den gleichen Stellen entwickelt wie bei jenen, die körperlich geübt haben."


Joe Dispenzas eigene Erfolgsgeschichte


Joe Dispenzas eigene Geschichte ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie die Prinzipien der Neuroplastizität und Meditation realweltliche Auswirkungen haben können. Nach einem sehr schweren Fahrradunfall, bei dem Dispenza sich eine ernsthafte Wirbelsäulenverletzung zugezogen hatte und ihm von ärzlticher Seite eine Querschnittslähmung vorhergesagt wurde, sofern er sich nicht einer sehr riskanten und wenig erfolgversprechenden Operation unterzöge, begann Dispenza sich intensiv in die Thematik einzuarbeiten und entschied sich dann gegen den herkömmlichen schulmedizinischen Weg.


In diesem Prozess wandte Dispenza täglich mehrere Stunden der Meditation zu. Er fokussierfte seine mentalen Übungen darauf, seinen Körper mental zu heilen und visualisierte einen wiederhergestellten Gesundheitszustand und konkret die Genesung seiner Wirbelsäule. Diese tiefe meditative Praxis ermöglichte es ihm, die neuroplastischen Fähigkeiten seines Gehirns zu nutzen und aktiv die neuronalen Netzwerke, die mit Schmerz, Bewegung und Heilung verbunden sind, zu verändern.

Erstaunlicherweise führte dieser Ansatz zu einer vollständigen Genesung - ohne chirurgischen Eingriff. Innerhalb weniger Monate konnte Dispenza wieder gehen. Diese persönliche Erfahrung war nicht nur ein Wendepunkt in seinem Leben, sondern wurde auch zur Grundlage seiner späteren Arbeit und Forschung. Dispenza nutzte seine Erkenntnisse, um andere zu lehren, die Kraft des Geistes zu nutzen.


Seine Geschichte mag als Beispiel dafür dienen, dass geistige Prozesse und bewusste Gedankenreguierung bzw- -kontrolle sehr großen Einfluss auf physische Realitäten nehmen und diese zu verändern vermögen. Anhand seiner Geschichte konnte er zeigen, wie tiefgreifend die Verbindung von Geist und Körper ist und welch mächtige Ressource sie darstellt, die weit über die Grenzen herkömmlicher schulmedizinischer Ansätze hinausgeht.


Weitere Methoden der Einflussnahme auf die Neuroplastizität


Neben Meditation gibt es weitere Faktoren, die eine bedeutende Rolle bei der Beeinflussung der Neuroplastizität spielen können. Positives Denken, unter Umständen als gezieltes, aktives Programm (NLP), und auch professionelle Methoden wie Hypnose können signifikanten Einfluss auf die neuronale Struktur und Funktion unseres Gehirns nehmen und nachhaltige Veränderungen hervorrufen.


Positives Denken ist nicht nur eine Einstellung, sondern kann als eine aktive mentale Übung verstanden werden, die das Gehirn, wenn regelmäßig und konsequent praktiziert, nachhaltig beeinflussen und Realität verändern kann. Die ganz bewusste Etablierung von zuversichtlichen Gedanken/Affirmationen und somit die Veränderung von Gedankenmustern, die möglicherweise programmatisch im Sinne eines Autopilots unsere Lebensrealität steuern, können helfen, neuronale Pfade neu zu verknüpfen und eine strukturelle Veränderung im Gehirn herbeizuführen.


Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und soziale Interaktion können ebenfalls eine Rolle spielen. Körperliche Aktivität fördert die Freisetzung von Neurotransmittern und Wachstumsfaktoren, die das Wachstum und die Überlebensfähigkeit von Neuronen unterstützen. Eine gesunde Ernährung, reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und anderen Nährstoffen, kann die Gesundheit der Gehirnzellen fördern. Soziale Interaktionen und generell positive Erfahrungen stimulieren das Gehirn und stärken so die Bildung neuer positiver synaptischer Verbindungen.


Weiterhin ist die Hypnose ein sehr effektives professionelles Instrument, das zur Modulation der Neuroplastizität eingesetzt werden kann. In der Hypnosetherapie kann im Zustand tiefer Entspannung und damit erhöhter Suggestibilität ein Zugang zum Unterbewusstsein hergestellt werden, wodurch negative Glaubenssätze und Denkmuster wesentlich leichter durchbrochen werden können als auf der reinen Verstandesebene. Hypnotherapie wird in allen Bereichen, aber häufig auch bei der Behandlung von Angststörungen, Phobien und anderen psychischen Erkrankungen eingesetzt, um belastende Gedankenmuster zu verändern und eine nachhaltige Besserung zu erreichen, ohne dass sich mit Belastendem aus der Vergangenheit beschäftigt werden muss - die Stärke des Hypnose-Coaching ist es, dass man sich ausschließlich auf die Lösung und das gewünschte Ergebnis fokussiert.





Fazit


Das Konzept der Neuroplastizität beinhaltet, dass Gehirnstrukturen nicht statisch und unveränderlich sind, sondern sich durch gezielte und regelmäßige mentale Praktiken wie Meditation, Gedankenregulation und Hypnose aktiv verändern lässt. Statt sich von festgefahrenen Denkmustern und Glaubenssätzen leiten zu lassen, können wir im Sinne der Selbstwirksamkeit aktiv üben, unser Gehirn neu zu programmieren und eine Getsaltungskraft zu entfalten, anhand derer wir Wachstum und Fülle in unserem Leben generieren können.


FAQs


Was versteht man unter Neuroplastizität?

Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen, Lernen und gezielte Übungen strukturell und funktionell zu verändern. Dieses Konzept zeigt, dass unser Gehirn sich kontinuierlich an neue Informationen und Herausforderungen anpasst.


Wie kann Meditation die Neuroplastizität beeinflussen?

Meditation kann im Sinne der Neuroplastizität positive Auswirkungen haben, indem sie die Bildung neuer neuronaler Verbindungen im Gehirn fördert. Regelmäßige Meditation unterstützt die Gehirnentwicklung in Bereichen, die mit Aufmerksamkeit, Selbstbewusstsein und der Regulierung von Emotionen verbunden sind.


Kann positives Denken die Neuroplastizität beeinflussen?

Ja, positives Denken kann die Neuroplastizität beeinflussen. Regelmäßig angewandte Gedankenregulierung und positive Affirmationen können strukturelle Veränderungen im Gehirn bewirken.


Inwiefern ist Hypnose relevant für das Konzept der Neuroplastizität?

Hypnose kann als ein wertvolles Mittel im Sinne der Neuroplastizität genutzt werden. Sie ermöglicht es, einen Zugang zum Unterbewusstsein zu finden und kann so effektiver und nachhaltiger zur Veränderung von negativen Denkmustern und zur Förderung von Heilungsprozessen beitragen, als das auf der Ebene des denkenden Verstandes möglich ist.

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